1326/2021 | Aufstockung von Personal in der Kinderbetreuung – Team-Assistenz

Begründung:

Corona hat in vielen Kitas deutliche Spuren hinterlassen. Einrichtungen, die aufgrund des schon bekannten Fachkräftemangels sowieso schon knapp besetzt waren, sind durch die erhöhte Arbeitsbelastung während der Corona-Zeit – Notbetreuung parallel zur Kontaktpflege zu den Kindern, die nicht kommen durften, sowie die ständige Anpassung der Kita-Räumlichkeiten und -Abläufe an die jeweiligen Verordnungen – absolut an den Rand ihrer Kapazitäten gebracht worden.

In nicht wenigen Kitas hat sich der Krankenstand deutlich erhöht. Spätestens zusammen mit der üblichen herbstlichen Infektionswelle bricht die Betreuungssituation nun in einigen Einrichtungen völlig zusammen, da alle Notfallkonzepte (Reduzierung der Öffnungszeiten, interne Umschichtung von Erzieher*innen, Einsatz von Springkräften…) bereits ausgeschöpft sind. Da auch die Einrichtungsleitungen in großem Umfang in der Betreuung aushelfen, kommt Organisatorisches, Vorbereitendes und die Kommunikation mit den Eltern quasi zum Erliegen.

Aufgrund des Erzieher*innenmangels sind Maßnahmen wie die (vorsorgende) Erhöhung des Betreuungsschlüssels oder größere Springer-Pools kurzfristig kaum umsetzbar. Deshalb setzen wir auf die Entlastung der vorhandenen Fachkräfte zu besseren Ausnutzung ihrer fachlichen Fähigkeiten für die pädagogische Arbeit sowie zum Schutz vor erschöpfungsbedingten Krankheiten, um dem Ausfall weiterer Erzieher*innen entgegenzuwirken.

Wir fragen daher:

1. In wie vielen Einrichtungen gibt es eine überdurchschnittliche Anzahl von Schließtagen oder Reduzierung der Öffnungszeiten?

2. Wie können diese Einrichtungen - kurzfristig und mindestens über den aktuellen Herbst/Winter – durch Team-Assistenzen bei organisatorischen, vorbereitenden und kommunikativen Aufgaben unterstützt werden, um pädagogische Kapazitäten der Fachkräfte zu gewinnen?

Wir beantragen:

1. Die Verwaltung beantwortet im kommenden Jugendhilfeausschuss o.g. Fragen.

2. Die Verwaltung legt einen Weg vor, mit dem kurzfristig - also ohne langwierige Ausschreibung – Kitas in der o.g. Art und Weise bei ihrer Arbeit unterstützt werden können und ermittelt den finanziellen Mehrbedarf für eine Unterstützung von zunächst 6 Monaten zur Stabilisierung betroffener Kitas.